Vier Jahre Trump-Regierung – eine verheerende Bilanz

Wer am Mittwochabend die Bilder der Stürmung des Kapitols in Washington DC gesehen hat, bekam deutlich den Zustand der amerikanischen Gesellschaft und Politik nach vier Jahren Trump-Regierung vor Augen geführt. Politische Meinungsverschiedenheiten werden unter Missachtung aller demokratischen Regeln gewalttätig ausgetragen. Die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft ist tiefer als zuvor. Im vergangenen Jahr erlebten wir einen mörderischen Rassismus, der in verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten farbige Menschen zu Opfern von Polizeigewalt gemacht haben. Demokratische Bewegungen und antifaschistische Gruppen werden als „Verbrecher“ und „Terroristen“ denunziert. Verbunden mit der Corona-Pandemie hat die Politik des „America first“ die soziale Spaltung der Gesellschaft vertieft. Während Großbanken, Internetkonzerne und der Versandhandel ihren Reichtum um Milliarden US-$ steigern konnten, sind Millionen von US-Bürgern durch die Krisenfolgen ins soziale Abseits gedrängt worden. Weiterlesen

10. Oktober – woher und wohin?

Anmerkungen zu einer antifaschistischen Demonstration am 10. Oktober in Klagenfurt.
Von SISSI RAUSCH.

Sonntag, den 10. Oktober 2020 in Klagenfurt: rund zweihundert überwiegend junge Menschen folgen dem Aufruf slowenischer und anderer Studierendenorganisationen und demonstrieren gegen die Jubiläumsfeiern zur 100. Wiederkehr des Kärntner Plebiszits. Hauptlosung: Für einen antifaschistischen Konsens in Kärnten. Nicht zufällig, wie ein Blick auf die Tradition der Feiern zum 10. Oktober bzw. auf den politischen Charakter des sogenannten »Kärntner Abwehrkampfes« belegt: Weiterlesen

der neue Mahnruf 4/2020 soeben erschienen

Die letzte Ausgabe des zurückliegenden Jahres ist soeben aus der Druckerei gekommen und noch rechtzeitig vor Neujahr an unsere zahlreichen Abonnentinnen und Abonennten verschickt worden. Falls Sie/Du noch keines haben/hast, können Sie/kannst Du es ganz einfach über unser Kontaktformular ordern und „der neue Mahnruf“ wird Ihnen/Dir ab sofort kostenfrei zugesandt!

Der Aufmacher der letzten Ausgabe 2020 beschäftigt sich mit dem 10. Oktober, welcher in Kärnten aufgrund des 100. Jahrestag der Volksabstimmung dieses Jahr zu kontroversen Diskussionen führte und eine antifaschistische Demonstration als Ergebnis hatte. Demonstriert wird in der momentanen Corona-Pandemie allerdings hauptsächlich von Coronaleugnern und Verschwörungstheoretikern, bei denen auch die extreme Rechte mitmarschiert, womit sich ein weiterer Text beschäftigt. Bevor auf den letzten Seiten mehrere Buchvorstellungen (Halbrainer: Sepp Filz; Rohrbach/Schwanninger (Hg.): Beyond Hartheim; Hautmann: Die österreichsiche Revolution) besprochen werden, widmet sich ein ausführlicher Artikel dem Widerstandskampf in Mauthausen. Zusätzlich sind Kurzmeldungen über antifaschistische Aktivitäten im aktuellen Mahnruf zu finden sowie Berichte über die Verleihung der Rosa-Jochmann-Plakette für Heimo Halbrainer und den Tod der Präsidentin des italienischen Partisnanenverbandes ANPI.

Bestellungen können mittels des Kontaktformulars kostenlos aufgegeben werden. Außerdem steht unser Download-Service im PDF-Format bereit: Download „der neue Mahnruf“

Neue Broschüre: Tilly Spiegel

Wenn ich nicht brenne,
Wenn du nicht brennst,
Wenn wir nicht brennen,
Wie soll die Finsternis erleuchtet werden?

(Nâzim Hikmet: Die Luft so schwer wie Blei)

Diese Zeilen des türkischen Dichters und Kommunisten Nâzim Hikmet stellte Ottilie „Tilly“ Spiegel an den Beginn ihres 1967 erschienenen Buchs „Frauen und Mädchen im österreichischen Widerstand.“ Es war auch das eigene Lebensmotto der überzeugten Antifaschistin und Kommunistin. Die vorliegende Broschüre zeichnet Spiegels Weg in die französische Résistance nach, von ihrer Kindheit in der Bukowina über den Widerstand gegen den Austrofaschismus in Wien bis hin zur Todeszelle der Gestapo in Paris.

„Tilly Spiegel. >>Deutsche Arbeit<< in der französischen Résistance“ Weiterlesen

FIR erinnert an die Eröffnung des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses vor 75 Jahren

Es waren die alliierten Siegermächte, die schon im Oktober 1943 in Moskau festgelegt hatten, dass die faschistischen Hauptkriegsverbrecher sich vor einem Gericht der Völker verantworten sollten. Zwar war der Krieg noch nicht gewonnen. Es war aber klar, dass angesichts der monströsen Verbrechen in allen okkupierten Ländern am Ende des Krieges auch eine juristische Abrechnung erfolgen müsse. Basierend auf dem „Londoner Statut“, in dem sich die vier Siegermächte über das Verfahren verständigt hatten, wurde am 20. November 1945 in Nürnberg, der Stadt der NSDAP-Reichsparteitage, der Prozess gegen 24 Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof eröffnet. Weiterlesen

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