Protest gegen neofaschistischen Übergriff in Italien

Im Zusammenhang mit einem Aufmarsch von Corona-Leugner*innen und Kritiker*innen der Corona-Maßnahmen haben italienische Neofaschisten, Polizist*innen und andere Sicherheitskräfte am Wochenende in Rom angegriffen sowie gezielt das zentrale Büro der italienischen Gewerkschaft CGIL gestürmt und demoliert.

Der KZ-Verband der Antifaschist*innen und Widerstandskämpfer*innen/VdA schließt sich den Protest der FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer*innen) an und protestiert aufs Schärfste gegen diese neofaschistischen Ausschreitungen.

Dieser Übergriff war ein Sinnbild der Strategie der Parteien Fratelli d’Italia, Forza Nuova und anderer Neofaschisten, die auch mit Gewalt versuchen, den Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters in Rom zu beeinflussen. Es erinnert an die „Biennio nero“, als die Mussolini-Schwarzhemden gewalttätig die Arbeiterkämpfe und ihre Organisationen im Interesse der Unternehmer angriffen und damit die Voraussetzungen zur Errichtung der faschistischen Herrschaft schufen.

Die FIR ist überzeugt, dass das in Italien entstandene breite antifaschistische Bündnis im gemeinsamen Protest gegen diese neofaschistische Provokation und in der Verteidigung der antifaschistischen Werte der Verfassung seine Wirksamkeit entfalten wird. Die FIR und ihre Mitgliedsverbände sind solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen der angegriffenen Gewerkschaft und mit allen Antifaschist*innen und Demokrat*innen in Italien. Der Kampf gegen Rechtsradikalismus und Faschismus muss international geführt werden und Österreich kommt mit seiner Vergangenheit eine besondere Rolle zu.

Als KZ-Verband und Mitgliedsverband der FIR schließen wir uns dieser Solidarität selbstverständlich an.

Siamo tutti antifascisti, solidarische Grüße nach Italien

Dagmar Schindler – Bundesvorsitzende

Ernst Wolrab – Bundessekretär

und der gesamte Bundesvorstand

(Bildquelle www.collettiva.it)