„Kampf um Boden und Freiheit. Wo das Land den Esterházys gehörte“

Neuauflage der Erinnerungen von Vinzenz Böröcz erschienen 

Neben den Memoiren des ersten (gewählten) sozialdemokratischen Landeshauptmannes des Burgenlandes, Hans Bögl („Burgenland. Ein Bericht zur Zeitgeschichte“, Wien 1974) sind jene von Vinzenz Böröcz, langjähriger Funktionär des burgenländischen KZ-Verbands, die einzigen publizierten Erinnerungen eines burgenländischen Spitzenpolitikers aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Allein aus diesem Grund können sie als eine zeitgeschichtliche Quelle ersten Ranges bezeichnet werden. Kaum eine zeitgeschichtliche Publikation zum Burgenland kommt ohne Verweis auf sie aus.   Weiterlesen

80 Jahre „Anschluss“ – Niemals vergessen!

Als sich die austrofaschistische Bundesregierung am 11. März 1938 dem Druck Hitler-Deutschlands beugte und Bundeskanzler Kurt Schuschnigg mit den Worten „Gott schütze Österreich“ demissionierte, war dies das Signal zur Machtübernahme für die österreichischen Nationalsozialisten. Ob in Wien, Graz oder Linz – überall wehte bereits in der Nacht vom 11. auf den 12. März die Hakenkreuz-Fahne. Es sollte dies ein unheilvolles Zeichen für die kommenden Ereignisse werden. Am 12. März 1938 überschritten (schlecht vorbereitete) Einheiten der deutschen Wehrmacht schließlich die Grenze zu Österreich und marschierten in Österreich ein, ohne auf Widerstand seitens des österreichischen Bundesheeres zu stoßen. Damit war auch der militärische „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich vollzogen. Bereits am 13. März 1938 wurde das „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ proklamiert, das im Nachhinein durch die von massiven Propaganda-, Einschüchterungs- und Terrormaßnahmen flankierte Volksabstimmung vom 10. April 1938 „legitimiert“ wurde.  Weiterlesen

„der neue Mahnruf“ 1/2018 soeben erschienen

Die erste Ausgabe des neuen Mahnruf in 2018 ist soeben an unsere vielen AbonnentInnen verschickt worden. Falls Sie/Du noch kein Abonnement haben/hast, können wir Abhilfe schaffen: einfach unser Kontaktformular ausfüllen und „der neue Mahnruf“ wird Ihnen/Dir ab sofort kostenfrei zugesandt!

Mit „80 Jahre ‚Anschluss‘. Niemals vergessen!“ ist der Artikel der Titelgeschichte dieser etwas umfangreicheren Ausgabe überschrieben und erinnert an die unheilvollsten 369 Wochen der österreichischen Geschichte. Daran anschließend findet sich auf Seite 3 eine Einschätzung über die Ende des vergangenen Jahres neu-gebildete schwarz-blaue Regierung. Passend dazu kann man sich zwei Seiten weiter in unserer Rubrik zur sozialen Demagogie der FPÖ über deren asoziale Realpolitik informieren. Auf den beiden Innenseiten wird die Gedenk- und Befreiungsfeier Mauthausen 2018 angekündigt. Ebenfalls findet man in der aktuellen Ausgabe Artikel über weitere Jahrestage, so zum Februar 1934, zu 100 Jahre Republik, zu 75 Jahre Sieg in Stalingrad sowie zu 70 Jahre Auflösung des ersten KZ-Verbands. Auch unsere Landesverbände waren wieder sehr aktiv. So wird sowohl über den Kampf um ein würdiges Andenken 61 ermordeter Widerstandskämpfer im niederösterreichischen Hadersdorf, als auch über das Kartenprojekt „Ansichtssache“ des Landesverband Salzburg berichtet. Vom burgenländischen Landesverband erfährt man, dass die KameradInnen dort die „Erinnerungen von Vinzenz Böröcz“ neu aufgelegt haben. Wie gewohnt runden zahlreiche kürzere Berichte und Informationen über die antifaschistische Gedenk- und Aktionskultur die Ausgabe des „neuen Mahnrufs“ ab.

Bestellungen können mittels des Kontaktformulars kostenlos aufgegeben werden. Außerdem steht unser Download-Service im PDF-Format bereit: Download „der neue Mahnruf“

Mahnruf-Sondernummer zur Opferfürsorge 2018 erschienen

Die Sondernummer 1a/2018 der Verbandszeitschrift des KZ-Verband/VdA “der neue Mahnruf” ist im Umfang von vier Seiten erschienen.

Die aktuelle Sondernummer liefert einen Überblick über die Leistungen aus der Opferfürsorge für das Jahr 2018.
Für Fragen und Hilfestellungen zum Bezug von Leistungen für WiderstandskämpferInnen und Opfern des Faschismus und Hinterbliebene aus der Opferfürsorge laut Opferfürsorgegesetz (OFG) stehen die FunktionärInnen des Bundesverbands und der Landesverbände zur Verfügung.

Bestellungen können mittels des Kontaktformulars – so lange der Vorrat reicht – kostenlos aufgegeben werden. Außerdem steht unser Download-Service im PDF-Format bereit: Download „der neue Mahnruf“

Maria Cäsar (1920 – 2017): Widerstandskämpferin und Zeitzeugin

Am 1. September ist die langjährige Vorsitzende des KZ-Verbands Steiermark und das Bundesehrenmitglied des KZ-Verbands wenige Tage vor ihrem 97. Geburtstag in Graz gestorben. Auf ihr langes Leben zurückblickend hat sie einmal gemeint, sie sei „immer schon eine politische Frau gewesen“ und als solche hat sie sich über 80 Jahre lang in die Politik eingemischt, wofür sie verfolgt und verhaftet, gewürdigt und letztlich auch vielfach geehrt wurde.  

Am 13. September 1920 wurde sie in Prevalje (Slowenien) als Maria Kreth geboren. Sie wuchs allerdings in der obersteirischen Industriestadt Judenburg auf, wo ihr Vater im Styria-Gußstahlwerk arbeitete und innerhalb der Sozialdemokratie organisiert war. In Judenburg verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend, die ab Anfang der 1930er-Jahre von einer schweren Krise dominiert war. „Arbeitslosigkeit und damit bittere Not in unserer Region waren für uns daher jahrelang kein Fremdwort. Für uns Kinder bedeutete ein Kipferl schon eine besondere Belohnung“, sollte sie später über diese Zeit bemerken.   Weiterlesen