Vor 100 Jahren: FIR erinnert an die Ermordung zweier deutscher Revolutionäre

Am 15. Januar 1919 ermordeten reaktionäre Soldateska in Berlin die beiden bekanntesten Vertreter der deutschen Revolutionären Bewegung Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Karl Liebknecht war der erste Vertreter der SPD, der sich während des Ersten Weltkrieges öffentlich gegen die deutsche Kriegspolitik gestellt hat. Obwohl er Reichstagsabgeordneter war, wurde er deswegen zu mehreren Jahren Zuchthaushaft verurteilt. Freigelassen im Jahre 1918 rief er am 9. November 1918 in Berlin die freie sozialistische Republik in Deutschland aus.

Rosa Luxemburg war eine deutsch-polnische Sozialistin, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine herausragende Repräsentantin der Arbeiterbewegung war. Auch sie wird während des Krieges verhaftet und ins Zuchthaus gesperrt, wo sie erst durch die Novemberrevolution befreit wurde. Sie tritt als Redakteurin der Zeitung „Roten Fahne“ für eine Räterepublik in Deutschland ein.

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Holocaust und deutsche Entschädigungen

Mitte September 2018 fand in Viannos/ Kreta der 3. Panhellenische Kongress über Holocaust und deutsche Entschädigungen statt. Unter reger Anteilnahme von gesellschaftlicher Öffentlichkeit und internationalen Gästen wurden noch einmal die Forderungen zur materiellen Entschädigung des griechischen Volkes erhoben. Die FIR begrüßte diese Konferenz und war mit ihrem Vize-präsident Christos Tzintsilonis auf der Konferenz vertreten.

Als Generalsekretär der FIR und als Vertreter der deutschen Antifaschisten übermittelte Dr. Ulrich Schneider nachfolgendes Grußwort, was in Auszügen hier dokumentiert wird. Weiterlesen

Polen: Abriss von sowjetischen Ehrenmälern

FIR sieht mit Sorge den geplanten Abriss von 75 Denkmälern zu Ehren der sowjetischen Befreier in Polen

Vor wenigen Tagen hat das polnische „Institut für das Nationale Gedächtnis“ eine Liste von 75 sowjetischen Denkmälern vorbereitet, deren Abriss empfohlen wird. Begründet wird diese Schändung der Erinnerung damit, dass sich diese Denkmäler nicht auf Friedhöfen befinden. Weiterlesen

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Distomo – die offene Wunde der deutsch-griechischen Geschichte

Beim Massaker von Distomo, einer Ortschaft in Mittelgriechenland, töteten am 10. Juni 1944 Angehörige der deutschen 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division im Zuge einer „Vergeltungsaktion“ über 218 Dorfbewohner und brannten das Dorf nieder.
2017 fand anlässlich des Distomo-Tages in Kassel eine eindrucksvolle öffentliche Kundgebung statt. Es war der Tag der Eröffnung der internationalen Kunstausstellung documenta 14, an der auch der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos teilnahm.
Auf der anderen Seite standen etwa 200 deutsche Antifaschisten mit dem griechischen Überlebenden von Distomo Argyris Sfountouris, um die deutsche Verantwortung für dieses Verbrechen deutlich zu machen und die ausstehende deutsche Entschädigungszahlung anzumahnen. Damals kam es zu einem Gespräch zwischen dem griechischen Überlebenden und dem griechischen Präsidenten, die deutschen Regierungsvertreter glänzten durch Abwesenheit. Selbst der ehemalige Bundespräsident Gauck hatte bei seinem ersten Besuch in Distomo nur eine formelle Entschuldigung auf den Lippen. Die Forderung der Betroffenen nach Entschädigung wollte auch er nicht anerkennen. Weiterlesen

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FIR kritisiert Geschichtsrevisionismus im Baltikum und Polen

Aus dem wöchentlichen Newsletter für VeteranInnen und AntifaschistInnen der FIR

Seit mehreren Jahren bereits sieht sich die FIR immer wieder veranlasst, gegen staatliche Bestrebungen der Geschichtsrevision in den baltischen Republiken und in Polen zu protestieren.

Auch in diesem Jahr marschierten unter dem Schutz der Sicherheitsorgane und mit Beteiligung von Vertretern des Staates in Lettland die Veteranen der SS-Verbände und ihre Freunde durch Riga. Antifaschisten wurden dagegen an der freien Meinungsäußerung gehindert.

In Polen hat die Regierung mit dem Gesetz über die „De-Kommunisierung“ beschlossen, Namen von Straßen und Plätzen zu tilgen, sowie zahlreiche Denkmäler und Erinnerungsort zu beseitigen. Weiterlesen