Polen: Abriss von sowjetischen Ehrenmälern

FIR sieht mit Sorge den geplanten Abriss von 75 Denkmälern zu Ehren der sowjetischen Befreier in Polen

Vor wenigen Tagen hat das polnische „Institut für das Nationale Gedächtnis“ eine Liste von 75 sowjetischen Denkmälern vorbereitet, deren Abriss empfohlen wird. Begründet wird diese Schändung der Erinnerung damit, dass sich diese Denkmäler nicht auf Friedhöfen befinden. Weiterlesen

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Distomo – die offene Wunde der deutsch-griechischen Geschichte

Beim Massaker von Distomo, einer Ortschaft in Mittelgriechenland, töteten am 10. Juni 1944 Angehörige der deutschen 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division im Zuge einer „Vergeltungsaktion“ über 218 Dorfbewohner und brannten das Dorf nieder.
2017 fand anlässlich des Distomo-Tages in Kassel eine eindrucksvolle öffentliche Kundgebung statt. Es war der Tag der Eröffnung der internationalen Kunstausstellung documenta 14, an der auch der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos teilnahm.
Auf der anderen Seite standen etwa 200 deutsche Antifaschisten mit dem griechischen Überlebenden von Distomo Argyris Sfountouris, um die deutsche Verantwortung für dieses Verbrechen deutlich zu machen und die ausstehende deutsche Entschädigungszahlung anzumahnen. Damals kam es zu einem Gespräch zwischen dem griechischen Überlebenden und dem griechischen Präsidenten, die deutschen Regierungsvertreter glänzten durch Abwesenheit. Selbst der ehemalige Bundespräsident Gauck hatte bei seinem ersten Besuch in Distomo nur eine formelle Entschuldigung auf den Lippen. Die Forderung der Betroffenen nach Entschädigung wollte auch er nicht anerkennen. Weiterlesen

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FIR kritisiert Geschichtsrevisionismus im Baltikum und Polen

Aus dem wöchentlichen Newsletter für VeteranInnen und AntifaschistInnen der FIR

Seit mehreren Jahren bereits sieht sich die FIR immer wieder veranlasst, gegen staatliche Bestrebungen der Geschichtsrevision in den baltischen Republiken und in Polen zu protestieren.

Auch in diesem Jahr marschierten unter dem Schutz der Sicherheitsorgane und mit Beteiligung von Vertretern des Staates in Lettland die Veteranen der SS-Verbände und ihre Freunde durch Riga. Antifaschisten wurden dagegen an der freien Meinungsäußerung gehindert.

In Polen hat die Regierung mit dem Gesetz über die „De-Kommunisierung“ beschlossen, Namen von Straßen und Plätzen zu tilgen, sowie zahlreiche Denkmäler und Erinnerungsort zu beseitigen. Weiterlesen

Erklärung der FIR: Zur politischen Entwicklung in Europa

Mit großer Sorge verfolgt die FIR die aktuelle Entwicklung in Mitteleuropa. Verschiedene Entwicklungen machen deutlich, dass dieses Europa sich in eine reaktionäre politische Richtung weiterentwickelt. In der Bundesrepublik Deutschland erreichte die extrem rechte „Alternative für Deutschland“ (AfD) über 12% der Wählerstimmen und zieht mit etwa 90 Abgeordneten in den Deutschen Bundestag. In Österreich hatten die Parlamentswahlen das Ergebnis, dass die konservative ÖVP eine Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ eingehen will. Deren gemeinsamer Nenner ist die Ablehnung der Aufnahme weiterer Flüchtlinge in Mitteleuropa.

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Erklärung der FIR: Lidice wird für immer ein Mahnmal bleiben!

Vor 75 Jahren wurde der Ort durch Wehrmacht und SS zerstört

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten erinnert anlässlich des 75. Jahrestages an das Verbrechen der deutschen Besatzungstruppen gegen die tschechische Zivilbevölkerung.

Vor 75 Jahren, am 10.Juni 1942 ermordeten deutsche Truppen in der Tschechoslowakei in dem 500-Einwohner-Dorf Lidice rund 20 Kilometer nordwestlich von Prag die gesamte männliche Bevölkerung, deportierten die Frauen in Konzentrationslager und töteten die meisten Kinder im KZ Chelmno. Zwei Wochen später ermordeten deutsche Truppen mehr als 30 Männer in Lezaky, rund hundert Kilometer östlich von Prag. Weiterlesen