Erklärung der FIR: Lidice wird für immer ein Mahnmal bleiben!

Vor 75 Jahren wurde der Ort durch Wehrmacht und SS zerstört

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten erinnert anlässlich des 75. Jahrestages an das Verbrechen der deutschen Besatzungstruppen gegen die tschechische Zivilbevölkerung.

Vor 75 Jahren, am 10.Juni 1942 ermordeten deutsche Truppen in der Tschechoslowakei in dem 500-Einwohner-Dorf Lidice rund 20 Kilometer nordwestlich von Prag die gesamte männliche Bevölkerung, deportierten die Frauen in Konzentrationslager und töteten die meisten Kinder im KZ Chelmno. Zwei Wochen später ermordeten deutsche Truppen mehr als 30 Männer in Lezaky, rund hundert Kilometer östlich von Prag. Weiterlesen

Erklärung der FIR: Vor 80 Jahren Zerstörung der Stadt Guernica

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten und ihre Mitgliedsverbände in über 25 Ländern Europas und Israel erinnern an den 80. Jahrestag der verbrecherischen Bombardierung der baskischen
Stadt Guernikas am 26. April 1937 durch die deutsche Legion Condor.

Dieser Angriff auf eine unverteidigte Stadt ist als „Zivilisationsbruch“ in die Geschichte eingegangen. Es war ein Angriff einer fremden Macht gegen eine legale Regierung und richtete sich einzig gegen die Zivilbevölkerung. Der Angriff bedeutete auch die Vernichtung der „heiligen Stadt der Basken“, Symbol ihrer freiheitlich‐demokratischen
Traditionen und ihrer selbstbewussten Kultur. Das Ergebnis war verheerend: 80% aller Gebäude wurden zerstört, unter den etwa 6000 Einwohnern gab es laut baskischer Regierung 1654 Tote und 889 Verletzte. Für die Nazi‐Luftwaffe und Hermann Göring war die Zerstörung Guernikas „ein voller Erfolg der Luftwaffe“. Spanien war damit ein Testfeld für den geplanten großen Krieg. Picassos Bild „Guernica“ – gemalt für die Weltausstellung 1937 in Paris – verewigte das Verbrechen, das Entsetzen im Angesicht der Verheerungen des Krieges. Es ist die Bild gewordene Anklage seiner Opfer. „Guernica“ ist bis auf den heutigen Tag Symbol der Ablehnung des Krieges und seiner zerstörerischen Gewalt schlechthin. Weiterlesen

Befreiungsfeier Mauthausen am 7. Mai 2017

Einzug auf den Appellplatz zur Hauptkundgebung
 
Nach massiver internationaler und nationaler Kritik am Ablauf der Befreiungsfeiern im Vorjahr und zahlreichen Gesprächsrunden wird heuer wieder ein – diesmal selbstorganisierter – Einzug auf den Appellplatz zur Hauptkundgebung stattfinden. Der traditionelle Einmarsch war über viele Jahrzehnte zentraler Bestandteil der Feierlichkeiten, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war dieser auch immer ein ganz besonders bewegendes und emotionales Momentum. Trotz Kritik wurde aber vom Delegationsprinzip von maximal 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Kranzniederlegung bei der Hauptkundgebung am Appellplatz nicht abgegangen.
 
Die Hauptkundgebung am Appellplatz mit den Kranzniederlegungen beginnt unter dem Motto „Internationalität verbindet“ nun um 11 Uhr, anstatt wie im Vorjahr um 10 Uhr. Davor gibt es für alle interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, am Einzug auf den Appellplatz teilzunehmen. Die Aufstellung für den Einzug beginnt um 10 Uhr auf der Straße zum Lagertor. Da der Einzug nun nicht mehr Teil der Hauptkundgebung ist und somit nicht mehr vom CIM bzw. MKÖ organisiert wird, ist aus organisatorischen Gründen eine eigene Anmeldung für den Einzug unter der E-Mail-Adresse befreiungsfeier-mauthausen@kzverband-ooe.at bis spätestens 25. April 2017 erforderlich. Vor Ort stehen Ordnerinnen und Ordner zur Unterstützung der Organisation des Einmarsches zur Verfügung. Delegationen, die am Appellplatz eine Kranzniederlegung durchführen wollen, müssen sich bis 25. April 2017 unter info@mkoe.at beim Mauthausen-Komitee anmelden. Weiterlesen

„der neue Mahnruf“ 1/2017 soeben erschienen

Die erste Ausgabe des neuen Mahnruf in diesem Jahr ist vergangene Woche aus der Druckerei gekommen und auch bereits an unsere vielen AbonnentInnen verschickt worden. Sie/Du haben/hast noch keines? Kein Problem: einfach unser Kontaktformular ausfüllen und „der neue Mahnruf“ wird Ihnen/Dir ab sofort kostenfrei zugesandt!

In der Titelgeschichte „Unsere demokratischen Rechte verteidigen!“ wird der momentane Abbau demokratisch erkämpfter Rechte, wie dem Demonstrationsrecht, analysiert und kritisch hinterfragt. Im Artikel „Hail to the Chief“ wird die Wahl des neues Präsidenten Donald Trump in den USA genauer unter die Lupe genommen. Auf Seite 5 haben wir den Artikel von Ulrich Schneider zum 70-jährigen Bestehen unserer deutschen Schwesterorganisation VVN-BdA abgedruckt, welcher wir an dieser Stelle nochmals herzlichst gratulieren. Auf den beiden Mittelseiten haben wir mit Martina Renner, Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im deutschen Bundestag, ein ausführliches Interview zu den Themen NSU, Anstieg rechter Gewalt und Aufgabe von AntifaschistInnen geführt. Daneben finden sich wie gewohnt zahlreiche Berichte, Analysen, Interviews und  Informationen rund um die antifaschistische Gedenk- und Aktionskultur. Der Landesverband Salzburg berichtet über die weiteren Entwicklungen der Errichtung eines Mahnmals für die Bücherverbrennung am Salzburger Residenzplatz und den Versuch der Stadt dieses an den Rand zu drängen. Aus dem Burgenland wird über die Geschehnisse in Schattendorf vor 90 Jahren informiert und darüber, wie die diesjährige Gedenkveranstaltung mit dem aus dem Bund der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer ausgetretenen Landeshauptmann Hans Niessl aussah. Zum Abschluss findet man im aktuellen Mahnruf die Einladung zu den diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeiern in Mauthausen, welche in diesem Jahr wieder einen Einmarsch ins Lager vorsehen.

Bestellungen können mittels des Kontaktformulars – so lange der Vorrat reicht – kostenlos aufgegeben werden. Außerdem steht unser Download-Service im PDF-Format bereit: Download „der neue Mahnruf“

Mahnruf-Sondernummer zur Opferfürsorge 2017 erschienen

Die Sondernummer 1a/2017 der Verbandszeitschrift des KZ-Verband/VdA “der neue Mahnruf” ist im Umfang von vier Seiten erschienen.

Die aktuelle Sondernummer liefert einen Überblick über die Leistungen aus der Opferfürsorge für das Jahr 2017.
Für Fragen und Hilfestellungen zum Bezug von Leistungen für WiderstandskämpferInnen und Opfern des Faschismus und Hinterbliebene aus der Opferfürsorge laut Opferfürsorgegesetz (OFG) stehen die FunktionärInnen des Bundesverbands und der Landesverbände zur Verfügung.

Bestellungen können mittels des Kontaktformulars – so lange der Vorrat reicht – kostenlos aufgegeben werden. Außerdem steht unser Download-Service im PDF-Format bereit: Download „der neue Mahnruf“